Renaturierung des Stockstadt-Erfelder Altrheins

Der landeseigene Teil des Stockstadt-Erfelder Altrheins soll die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinien (WRRL) mit Hilfe von Einbauten aus naturnahen Materialien, die das Gewässer stellenweise einschnüren, revitalisiert und strukturell aufgewertet werden. Das Gewässer liegt innerhalb mehrerer, sich überlagernder Schutzgebiete und weist in vielen Bereichen bereits Vorkommen wertvoller Arten auf. Im Rahmen der Planungen für die Renaturierung des Altrheins wurde BöFa Umweltplanungen durch das Ingenieursbüro Weber Ingenieure mit der Erfassung der Flora und Fauna beauftragt.

Als Grundlage für eine möglichst schonende Gestaltung und Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Die Erfassung der Avifauna erfolgte mittels Revierkartierung, Horstkartierung mit Besatzkontrolle sowie Rastvogelkartierung. Darüber hinaus wurden Amphibien mittels Kontrolle potentieller Laichgewässer, Fische mittels Elektrobefischung sowie Biber und Biberbauten von Land und mit Hilfe von Bootsbefahrungen erfasst. Die Ergebnisse wurden zusammen mit den Ergebnissen der Flora in einem Flora-Fauna-Gutachten dargestellt.

Um die Renaturierung so gestalten zu können, dass die baubedingten Beeinträchtigungen für geschützte Arten und Biotope so gering wie möglich ausfallen, wurde durch BöFa Umweltplanungen im Auftrag des Ingenieursbüro Weber Ingenieure eine Biotop- und Nutzungstypenkartierung in den Uferbereichen sowie eine Erfassung der Makrophyten im Wasser durchgeführt.

Zusammen mit den Faunistischen Erfassungen wurden die Ergebnisse in einem Flora-Fauna-Gutachten dargestellt.